Fedora Linux
Aktuelle Technologien aus dem Red-Hat-Ökosystem
Fedora Linux ist eine gemeinschaftlich entwickelte Distribution mit Unterstützung von Red Hat. Sie integriert neue freie Technologien früh und dient häufig als Vorläufer späterer RHEL-Generationen.
Aus Red Hat Linux wird Fedora
Fedora entstand 2003 aus zwei Linien. Red Hat beendete seine klassische, im Handel erhältliche Red-Hat-Linux-Distribution und konzentrierte das Unternehmensgeschäft auf Red Hat Enterprise Linux. Gleichzeitig existierte mit fedora.us ein von Warren Togami gegründetes Gemeinschaftsprojekt für zusätzliche Pakete. Beide Ansätze gingen im Fedora Project auf. Fedora Core 1 „Yarrow“ erschien am 6. November 2003.
Der Name verweist auf den Fedora-Hut, der zum damaligen Red-Hat-Logo gehörte. Seit Fedora 7 entfiel „Core“, weil die getrennten Bereiche Core und Extras zusammengeführt wurden. Fedora ist heute eine Gemeinschaftsdistribution mit erheblicher Unterstützung durch Red Hat, aber eigener Governance.
First: Technik früh in die Praxis bringen
Die Fedora-Leitideen werden oft als Freedom, Friends, Features und First zusammengefasst. Das Projekt integriert neue freie Technologien früh, arbeitet eng mit deren Upstream-Projekten zusammen und liefert ungefähr alle sechs Monate eine Ausgabe. Dadurch wurden unter anderem SELinux, systemd, PipeWire, Wayland und moderne Containerwerkzeuge früh einem großen Publikum zugänglich.
Diese Rolle ist bewusst beweglicher als eine Enterprise-Distribution. Eine Fedora-Version wird ungefähr dreizehn Monate unterstützt. Wer Fedora produktiv nutzt, muss deshalb regelmäßig aktualisieren, erhält dafür aber aktuelle Compiler, Kernel und Desktopumgebungen.
Workstation, Server und der Weg zu RHEL
Fedora Workstation verwendet GNOME als zentrale Oberfläche. Daneben existieren Server-, Cloud-, IoT- und unveränderliche Varianten wie Silverblue. RPM-Pakete werden mit DNF verwaltet; SELinux ist standardmäßig aktiv. Spins bieten KDE Plasma, Xfce und weitere Desktops.
Fedora ist kein Beta-Test von RHEL, aber ein wichtiger Innovationsraum. Technologien reifen zunächst in Upstream-Projekten und Fedora, gelangen über CentOS Stream in die Vorbereitung kommender RHEL-Versionen und werden dort für lange Unternehmenszyklen stabilisiert. So stehen schnelle Entwicklung und langfristiger Support in einer nachvollziehbaren Beziehung.
Daten und Besonderheiten
- Fedora Core 1 erschien im November 2003 auf Grundlage von Red Hat Linux 9.
- Seit Fedora 7 heißen die Veröffentlichungen nur noch Fedora.
- Eine Ausgabe wird ungefähr bis einen Monat nach dem Erscheinen der übernächsten Version gepflegt.
- Fedora führt neue Linux-Techniken oft früh ein und liefert damit wichtige Praxiserfahrung für spätere Enterprise-Systeme.
Geschichte und Einordnung
Fedora entstand 2003 nach der Aufteilung des früheren Red Hat Linux in Fedora und das kommerzielle Red Hat Enterprise Linux. Das Projekt veröffentlicht Workstation-, Server-, Cloud-, CoreOS- und immutable Varianten.
Technik und Besonderheiten
RPM, DNF, SELinux, systemd, Wayland und aktuelle Kernel- und Desktopversionen prägen Fedora. Das Projekt arbeitet eng mit Upstream-Projekten und vermeidet langfristiges Festhalten an alten Softwareständen.
Support und heutiger Einsatz
Etwa alle sechs Monate erscheint eine neue Fedora-Version. Jede Ausgabe erhält ungefähr 13 Monate Updates beziehungsweise bis rund einen Monat nach Erscheinen der übernächsten Version. Das erfordert regelmäßige Versionsupgrades.
Verbreitung und Nutzerzahlen
Fedora hat keine zentrale Installationspflicht und veröffentlicht keine vollständige aktive Nutzerzahl. Zählungen über Mirror- und Updatezugriffe bleiben Näherungen und erfassen Offline- oder geklonte Systeme nur unvollständig.